SCHRAUB(BOHR)-INJEKTIONSPFAHL (erschütterungsfrei, bodenverdrängend)
Ein Schraub(Bohr)-injektionspfahl ist ein Stahlrohrpfahl, der mit erhärtetem Zementstein umhüllt ist. Beim Einbau wird der Boden ganz verdrängt, was einen günstigen Einfluß auf die Tragfähigkeit des Pfahls hat. Das Stahlrohr wird durch schrauben, mit gleichzeitiger Injektion von Zementsuspension auf die gewünschte Tiefe gebracht. Während des Einbaus fungiert diese Zementsuspension als Schmiermittel, worduch die zu überwindende Mantelreibung vorübergehend reduziert wird. Nach Erhärtung leistet der Zementstein einen Beitrag zur Festigkeit und Starrheit des Pfahls, überträgt einen Teil der last auf den Boden und schützt das Stahlrohr gegen Korrosion. Das Rohr kann mit Zement/Wassersuspension (nach Erhärtung ist dies Zementstein) oder Beton gefüllt sein.

SPEZIFISCHE MERKMALE:

  • Das Rohr wird in den boden geschraubt, damit:
    • Erschütterungsfreie Herstellung;
    • Boden wird völlig verdrängt (kein Bodenaushub, keine Lockerungen in Spitzenwiderständen);
    • Verbreiteter Pfahlfuß;
  • Das Stahlrohr macht den Pfahl geeignet für Situationen, in denen es eine dynamische Belastung (Zug/Drucklasten) gibt;
  • Das Stahlrohr hat einen großen Querschnitt, wordurch der Pfahl sehr starr ist (Verankerungspfahl);
  • Pfahlkopfentwurf und äußere Zementschale schützen das Pfahlrohr gegen Korrosion;
  • Der Pfahl kann überall (abhängig von den Bodenkennwerten) eingebaut werden, ist jedoch insbesondere auch für schwer zugängliche Stellen geeignet (beschränkte Arbeitsräume/Arbeitshöhe), und zwar, weil er aus Segmenten aufgebaut werden kann.



EINSATZ SCHRAUB(BOHR)-INJEKTIONSPFAHL:
  • Renovierungsprojekte
    • Herstellunh unter Dach bei bestehnden Gebäuden, aber auch in der Nähe von Gebäuden, Kaimauern (Pfähle für Fundamentverstärkung oder -erneuerung;
    • Arbeitshöhe mindestens ca. 4,0 m, je nach dem Gerüsttyp;
  • Rekonstruktionsprojekte
    • In der Industrie, im Straßenbau oder in der Nähe alter Tiefbaukonstruktionen;
  • Neubau
    • In der Nähe von erschütterungsempfindlichen Gebäuden und Anlagen oder Gebäuden mit erschütterungsempfindlichen Geräten (z.B. Komputern);
  • Besondere Anwendungen
    • Pfähle für Sendemasten, Masten für übererdische Leitungen, Werbeschilder, Maschinenfundamente, u.s.w.;
    • Anker- bzw. Zugpfähle;
    • Strebepfeiler;
    • Pfähle mit beschränktem elastischem Verhalten;
    • Pfähle mit Aufspannkonstruktionen.



TECHNISCHE DATEN SCHRAUB(BOHR)-INJEKTIONSPFAHL:

  • Durchmesser der Stahlrohrabschnitte: 114 mm, 140 mm,168 mm, 219 mm, 273 mm, größere Durchmesser auf Anfrage;
  • Rohrdurchmesser / Pfahldurchmesser / Pfahlfußdurchmesser:
    114 / 180 / 250 mm;
    140 / 220 / 350 mm;
    168 / 250 / 450 mm;
    219 / 300 / 500 mm;
    273 / 350 / 550 mm;
  • Pfahllänge: je nach Tiefe der tragfähigen Schicht und benötigter Maschine;
  • Belastung: bis 1500 kN;
  • Schrägstellung: max. 3:1, je nach Arbeitsverhältnissen und Pfahlabmessungen;
  • Länge der Rohrabschnitte: je nach Arbeitsverhältnissen;
  • bei Explosionsgefahr können die Pfahlabschnitte statt verschweißt, durch Rohrverschraubungen zusammengesetzt werden;
  • Arbeitshöhe: ab 4 m, je nach Höhe der benötigten Maschine, Pfahlabmessungen und Bodenverhältnissen;
  • Minimalabstand der Mitte des Pfahles von einder Wand: 0,25 m bis 1 m je nach Pfahlabmessungen und benötigter Maschine;
  • Zugangsbreite: ab 1,6 m, je nach Pfahlabmessungen und benötigter Maschine.
Hier anklicken für ein Videodokument über Injektionspfähle (Real Player, 3,5 Mb) oder (mpeg-1, 40 Mb)

Änderungen vorbehalten

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